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Erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf

Welche Faktoren tragen wesentlich dazu bei, dass gehörlose und schwerhörige Menschen beruflich erfolgreich sind?

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Stellungnahme vom Bundeselternverband zum CI

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Hier ein Zitat aus einer Stellungnahme des Bundeselternverbandes vom 01.07.2008 zum 3. Deutschen CI -Tag am 31. Mai 2008:

Wir vertreten die Interessen aller Eltern gehörloser und hochgradig schwerhöriger Kinder

Ausdrücklich möchten wir an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass wir uns als Interessenvertretung aller Eltern gehörloser und hochgradig schwerhöriger Kinder verstehen, unabhängig vom Grad der Beeinträchtigung und unabhängig davon, welchen Weg sie für ihr Kind gewählt haben. Denn auch als Eltern hörgeschädigter Kinder sind wir alle vor allem eines: Eltern. Eltern die gezwungen sind, eine Entscheidung für ihr Kind zu treffen. Eltern, die bei dieser Entscheidung nur eines wollen: Das Beste für ihr Kind. Das kann ein Cochlear Implantat sein, es muss es nicht.

Wir fordern eine neutrale und vollständige Aufklärung und Beratung

Eine Tatsache kann jedoch von keiner Seite wegdiskutiert werden: Die Beratung von Eltern mit gehörlosen und hochgradig schwerhörigen Kindern ist weder neutral noch ist sie umfassend. Wir wissen aus unzähligen Elterngesprächen, dass ihnen das CI als Wundermittel gegen die Gehörlosigkeit angepriesen wird. Dass eine schnelle Entscheidung von Seiten der Ärzte mit Verweis auf optimale Sprachentwicklung oftmals fast erzwungen wird. Und dass Gebärdensprache weder als Alternative, noch im Rahmen eines bilingualen Förderkonzeptes angeboten wird. Im Gegenteil. Das ist kein Wunder, denn das CI ist nicht nur ein Hilfsmittel, es ist auch ein lukratives Geschäft. Der Werbedruck der Anbieter ist groß, sie wollen ihr Produkt verkaufen. Und auch Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen etc. verdienen mit der Operation und der anschließenden Therapie ihrer Patienten. Das Anbieten von Gebärdensprache ist kein Geschäft, zumindest kein solches, hinter dem eine große Lobby steht.

Deshalb muss es die Aufgabe sämtlicher Verbände sein, die die Interessen Gehörloser und schwerhöriger Menschen vertreten, mehr Aufklärungsarbeit bei entsprechenden Beratungsinstanzen zu leisten: Kliniken, HNO-Ärzten, Frühförderstellen u. ä. Nur so können wir – alle gemeinsam – erreichen, dass in Zukunft eine umfassende und neutrale Beratung der Eltern stattfinden wird. In diesem Zusammenhang begrüßen auch wir ausdrücklich das Angebot der DCIG zu einer gemeinsamen Veranstaltung.

Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. - www.gehoerlosekinder.de

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