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EGSB-Projekt

Erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf

Welche Faktoren tragen wesentlich dazu bei, dass gehörlose und schwerhörige Menschen beruflich erfolgreich sind?

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Hörgeräte und Hörverstärker

Hörgeräte und Hörverstärker sind für schwerhörige und ertaubte Menschen und für gehörlose Menschen mit Restgehör das am weitesten verbreitete Hilsmittel.
Sie werden in der Regel von den Betroffenen akzeptiert und verwendet, aber ein schlecht angepaßtes Hörgerät wird eher abgelehnt und nicht getragen, weil das Hörergebnis nicht in allen Fällen angenehm ist. Auch in Schule und Ausbildung finden sich immer wieder Betroffene, die ihr Hörgerät nicht nutzen wollen, weil sie es als lästig empfinden. Dies kann wegen des Höreindrucks oder auch aus ästhetischen Gründen der Fall sein. Daher ist zu beachten:

  • Schwerhörige und ertaubte Menschen mit Restgehör brauchen Hörgeräte, die gut an den Hörverlust angepasst sind. Die Anpassung macht eine Akustikerin, ein Akustiker. Es gibt mittlerweile Neuentwicklungen, die das Hörergebnis optimieren sollen: Es gibt immer wieder Versuche, den Störschall in lauten Räumen herauszufiltern. Eine andere Neuentwicklung versucht, bestimmte Frequenzen zu verstärken und so die Buchstaben, die schlecht gehört werden, gezielt zu verstärken.
  • Wichtig: Man sollte sich beim Kauf von Hörgeräten vom Schwerhörigenbund beraten lassen. Außerdem sollte man Hörhilfen nie vor dem Antrag auf Kostenübernahme kaufen. Man sollte auch nichts verbindlich unterschreiben, bevor das Hörgerät vom Kostenträger bewilligt wurde!
  • Das Hörgerät macht aus einem stark schwerhörigen Menschen keinen hörenden Menschen. Das wird oft vergessen. Es bleiben Probleme, die man lösen muss, zum Beispiel:
  • Die Benutzung der Hörgeräte muss man lernen. Schwerhörige Menschen müssen lernen, das Hörgerät mit dem Absehen zu kombinieren. Dazu brauchen sie andere Menschen, die den Umgang mit dem Hörgerät zeigen und trainieren. Die unterschiedliche Nutzung der Hörgeräte in der Schule, bei der Ausbildung, am Arbeitsplatz, beim Telefonieren, beim Fernsehen oder im Privatbereich muss gelernt werden.
  • In allen Situationen mit einer größeren Anzahl von Menschen (zum Beispiel in der Schule, bei Veranstaltungen und Sitzungen, bei Betriebsversammlungen) ist die Nutzung von Mikroportanlagen für schwerhörige Menschen wichtig.
  • Auch in bestimmten Situationen am Arbeitsplatz reicht ein Hörgerät nicht aus, zum Beispiel wenn eine Bankangestellt durch ein Sicherheitsglas von den Kunden getrennt ist. Hier muss ein zusätzliches Mikrofon auf der anderen Seite des Glases angebracht werden, das über eine Mikroportanlage verstärkt wird.

Technische Kommunikationsassistentinnen und Kommunikationsassisten (TKA) helfen bei der Auswahl technischer Hilfsmittel, der Bedienung und Installation technischer Hilfsmittel, besonders bei Veranstaltungen und Sitzungen.

Informationen aus Betroffenen-Sicht gibt es direkt vom Schwerhörigen-Netz zum Thema Hörgeräteversorgung und ergänzende Informationen von der Internetseite ertaubt.de über technische Hilfen.

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