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EGSB-Projekt

Erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf

Welche Faktoren tragen wesentlich dazu bei, dass gehörlose und schwerhörige Menschen beruflich erfolgreich sind?

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Förderschwerpunkt Sehen

Die Kultusministerkonferenz hat die folgenden Vorgaben für den Förderschwerpunkt Sehen festgelegt:

Schülerinnen und Schüler mit Sehschädigungen brauchen Förderung, um sich die Umwelt zu erschließen. Sie sollen Orientierungsstrategien und Verhaltensweisen entwickeln zur Bewältigung des Alltags in bekannter und in unbekannter Umgebung.Wichtig ist die Förderung von Mobilität, von lebenspraktischen Fertigkeiten und von Kommunikationstechniken.

In Verbindung mit Sehschädigungen können auch Behinderungen in anderen Bereichen auftreten, zum Beispiel im Lern- und Leistungsverhalten, bei der Sprache, bei der emotionalen und sozialen Entwicklung, bei der geistigen Entwicklung oder bei der körperlichen und motorischen Entwicklung. Deshalb muss die Förderung immer individuell auf die einzelnen Betroffenen abgestimmt werden.

Besondere Förderschwerpunkte sind:

  • Begriffsbildung und kognitives Lernen
  • Vermittlung von Schrift und Kommunikationstechniken
  • Förderung lebenspraktischer Fertigkeiten
  • Förderung von Orientierung und Mobilität
  • Ästhetische und kreative Erziehung
  • Seherziehung
Taubblinde und hör-seh-behinderte Kinder und Jugendliche

Bei taubblinden oder hör-seh-behinderten Kindern und Jugendlichen ist eine besondere Förderung wichtig, da die Beeinträchtigung des Hörsinnes nicht oder nur wenig durch den Sehsinn ausgeglichen werden kann und umgekehrt. Für diese Kinder und Jugendlichen gibt es spezielle Arbeitstechniken, Methoden und Hilfsmittel, die an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst sind.

Sehgeschädigte Kinder und Jugendliche mit schwerer Mehrfachbehinderung

Diese Kinder und Jugendliche brauchen individuelle Pflegemaßnahmen und therapeutische Hilfe. Die Gestaltung des Tagesablaufes mit Unterricht, Therapie, Pflege und Ruhepausen muss an ihre Lebensweise angepasst werden.

Als Voraussetzung für Lernen und Entwicklung müssen bei Kindern und Jugendlichen mit einer schweren Mehrfachbehinderung alle Sinne angesprochen werden, wie Tiefensinne, die Sinne der Haut, des Geruchs, des Geschmacks, des Gesichts, des Gehörs und des Tastens.

Kinder und Jugendliche mit einer schweren Mehrfachbehinderung brauchen außerdem Menschen, die ihnen die Umwelt auf elementare Weise vermitteln, die sie bei der Fortbewegung und beim Körpererleben unterstützen und die ihnen verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation vermitteln können, zum Beispiel auch Unterstützte Kommunikation.

Quelle:

Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland 2005, Hrsg. Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, KMK, Bonn, 2007

Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Sehen, Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 20.03.1998

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